Zu den Qualifikationen der Sportler unserer Vereine muß gesagt werden, daß die Ausbildungen und Prüfungen zusätzlich zum normalen Training, neben der täglichen Arbeit bzw der Schule, gemacht werden und die Vereinsleitung allen Sportlern dankt, die diese Mühe nicht scheuen.Die Früchte des Einsatzes kommen auch allen anderen Sportlern zugute, denn je höher die Qualifikation aller Übenden ist, desto mehr lernt man in einem Verein. Insoferne sei jeder angespornt, nicht stehenzubleiben und immer dazuzulernen.

 

Listenführerkurs JJVÖ

Wie jedes Jahr veranstaltet der JJVÖ Listenführerkurse, um qualifizierte Helfer bei den Meisterschaften zur Verfügung zu haben. Bei jedem Wettkampf führen die Listenführer die Aufzeichungen, wer welche Punkte erzielt hat, nehmen die Zeit der laufenden Kämpfe und rechnen die Punktezahl und damit die Sieger aus.

Es wurden die beiden Wettkampfsysteme "Fighting" und Duo-Selbstverteidigung" durchgenommen und die relevanten Kenntnisse für die Listenführung erklärt.

Den Abschluß bildete der Eintrag der Zusatzqualifikation in den Kampfpaß, in den nicht nur die Mitgliedsdaten sondern auch die Qualifikationen des jeweiligen Sportlers eingetragen werden.

Listenführer können aber nicht nur aktive Sportler, sondern auch andere interessierte Personen (zB Eltern oder Freunde, ...) werden.

 

Kampfrichterkurs JJVÖ

Unterrichtet werden die Regeln für nationale und internationale Wettkämpfe sowie für Duo-Selbstverteidigungswettkämpfe, samt den entsprechenden Handzeichen. Die Theorie wird anhand des Regelwerks eingehend erläutert und dann auch auf der Matte in Praxiseinheiten geübt. Die Führung des Wettkampfes und die Verantwortung des Kampfrichters für Sicherheit und Ablauf werden eingehend erklärt.

Zum Abschluß wird mit einer einstündigen theoretischen Prüfung das Theoriewissen nachgewiesen. Den praktischen Teil der Befähigung erbringen die Teilnehmer im Zuge mehrerer Wettkämpfe in ganz Österreich.

Kampfrichter können nur aktive Sportler sein, die ein gewisses Maß an Fachkenntnissen (zB Orangegurt) haben und das Mindestalter von 18 Jahren aufweisen, werden. Die Kampfrichterlizenz ist (abgestuft) ab "Blaugurt" Voraussetzung, um höhere Gürtelgrade zu erreichen. Beim Antritt zum Schwarzgurt ist die unbegrenzte Lizenz für alle Klassen Prüfungsvoraussetzung. Das Mindestalter ist mit 16 Jahren (Blaugurt) anzusetzen.



Übungsleiter JJVÖ

Jeder Verein hat einen oder mehrere Trainer. Deren Qualifikation kann verschiedene Niveaus haben: "geprüfte Übungsleiter" werden vom Fachverband der Sportart (JJVÖ, ÖKB) ausgebildet; die nächste Stufe bilden die "staatlich geprüften Lehrwarte", die an der Bundesanstalt für Leibeserziehung (im Bundesministerium für Sport) einen dreiwöchigen Lehrgang mit kommissioneller staatlicher Abschlußprüfung absolviert haben; die höchste Stufe ist der "staatlich geprüfte Trainer", ein ca siebenwöchiger zusätzlicher Lehrgang mit kommissioneller staatlicher Abschlußprüfung.

Die Clubs in der Prießnitzgasse und am GRG21 verfügen über Absolventen aller drei Stufen. Damit ist das Training auf letztem sportwissenschaftlichem Stand möglich. Fortbildungen gehören zum Standard, sodaß diese Clubs zu den wenigen Vereine zählen, die über fachlich und theoretisch bestens ausgebildete Mitglieder verfügen.

Der "geprüfte Übungsleiter" ist in der Lage, den Trainer in den Übungseinheiten qualifiziert zu unterstützen und eigenverantwortlich Trainings zu leiten. Das im JJVÖ bei der Übungsleiterausbildung angelegte Niveau ist jenem des Lehrwartes von der BAfL gleichzuhalten, sodaß eine Weiterbildung von "Übungsleiter" auf "Lehrwart" leicht fällt.

Je mehr Übungsleiter ein Verein hat, desto besser kann auch eine große Anzahl an Mitgliedern optimal trainiert werden. Siehe auch Link Tabelle "Co-Trainer". Weiters befinden sich auch Nachwuchs-Übungsleiter in Ausbildung, die zwar technisch qualifiziert sind, aber bis zum Erreichen des Mindestalters (16 Jahre) nur unter Aufsicht im Training mithelfen dürfen: zB Clemens Novak.

Ein kleiner Einblick in den Stundenplan des vergangenen Übungsleiterlehrganges sei hier gegeben; Referenten waren Erich Ebetshuber, Dr. Thomas Hausner (Unfallchirurg am Lorenz Böhler, Sportarzt und hochgraduierter Meister in Karate; für Medizin, Erste Hilfe), Dr. Bernd Novak.

Block I
- Trainingslehre
- Pädagogik, Didaktik, Methodik
- Psychologie
- Sportgeschichte
- Energiebereitstellung

Block II
- Medizin/Erste Hilfe
- Verwandte Kampfsportarten
- Prinzipien der Selbstverteidigung, insbes. für Kinder

Block III
- Recht/Verbandskunde
- Aufbau einer Übungseinheit
- Vereinspraxis: Training, Wettkampf, Prüfungen, Verwaltung, Gefahren für Kinder+Jgdl.

Block IV
- 1.+2.Termin - Terminologie, Wiederholung, plus Praxis 1 und Praxis 2
- Allgemeines - Ordnungsprinzipien, Steuerung der Gruppe(n), Planung
- Methodik
- Aufwärmen: Spiele mit/ohne Geräte, Gymnastik, JJ-spezifische Übungen
- Fallschule: Standard und erweitertes Programm: zeigen, sichern, helfen
- Techniken: allg Grundsätze des Unterrichts, erklären+vorzeigen+sichern schwieriger Techniken
- Abwärmen, Dehnen